Veranstaltungskalender
 

Die ostdeutsche Zeitenwende als biographischer Umbruch. Das Beispiel des Obertrikotagen-Betriebs VEB Ernst Lück und seiner Mitarbeiterinnen.

Gast: Edith Dahlke
im Gespräch mit den Historikern Angelika Wolf und Arthur Schlegelmilch  (FernUniversität in Hagen)

"Wittstock verändert sich" lautete die Devise, als im Jahre 1973 der erste Film über die Frauen des neu entstehenden Obertrikotagenbetriebes "Ernst Lück" in der kleinen Stadt Wittstock im nördlichen Brandenburg gedreht wurde. Sechs weitere sollten in den nächsten 25 Jahren folgen. Drei Frauen standen dabei stellvertretend für alle im Betrieb Beschäftigten: Edith, Elsbeth und Renate. Sie erlebten den Aufbau und auch den Niedergang ihres Betriebes, der einmal die große Hoffnung einer strukturschwachen Region war, am Ende aber als unwirtschaftlich und nicht mehr zeitgemäß abgewickelt wurde. Für die betroffenen Frauen bedeutete dies nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch gravierende Einschnitte im sozialen und persönlichen Umfeld.  Wenn sie nicht zu den Verliererinnen der Wende gehören wollten, sahen sie sich gezwungen, ihr bisheriges Leben auf den Prüfstand zu stellen und nach neuen Lebensperspektiven Ausschau zu halten. Eine dieser Frauen ist Edith Dahlke, die den OTB nach zwanzigjähriger Tätigkeit im Jahr 1990 als Obermeisterin und Schichtleiterin verließ.

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#BerlinBerlin 06.11.2019

#BerlinBerlin

Von Sina Ahlers, Uta Bierbaum, Günter Jankowiak und Jörg Steinberg
Regie: Jörg Steinberg / Dramaturgie: Holger Kuhla
Mit Beate Fischer, Josephine Lange, Oliver Moritz, Sarah Schulze Tenberge, Justus Verdenhalven, Raphael Zari

Theater Strahl

Für Ingo ist die Berliner Mauer alles andere als ein "Wimpernschlag der Geschichte". 1961, am Tag des Mau­erbaus geboren, wird die Errichtung des "Antifaschistischen Schutzwalls" sein gesamtes Leben in Ost-Berlin bestimmen. Auf seinen Vater wartet er vergebens, denn der lebt längst mit einer neuen Familie in West-Berlin, seine Mutter schweigt und verdrängt und sein Heimatland mauert sich immer weiter ein. Doch als das "Hierblei­ben" für Ingo nicht mehr geht und er endlich "rüber" darf, ganz legal per Ausreiseantrag, ist der 9. November '89 und die Grenze ist plötzlich offen.

Vier Theaterautor*innen, aus Ost und West, geboren vor- und nach der "Wende", haben den Text zu "#BerlinBerlin" in kollektiver Arbeitsweise entwickelt. Sie erzählen eine bewegende Familiengeschichte über das Leben in einer geteilten Stadt und fragen nach dem Sinn von Mauern - auch heute. Die "kraftvolle, zeitgeschichtsgetränkte, berührende Inszenierung" wurde als beste Berliner Aufführung des Jahres 2018 mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet.

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