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ENTFÄLLT // Lüdenscheider Gespräche - Konspirative Justiz als politische Strafjustiz in der DDR

Vortrag von Dr. André Gursky, Halle (Saale)

Die Veranstaltung muss leider entfallen.


Moderation: Moderation: Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, FernUniversität in Hagen

Als „Schild und Schwert der SED“ übte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) maßgeblichen Einfluss auf das Justizsystem der DDR aus. Seit der deutschen Wiedervereinigung wird über diesen Sachverhalt kontrovers diskutiert. Während die etablierte Geschichtsforschung dessen rechtswidrigen und totalitären Charakter betont, handelt es sich aus Sicht ehemaliger MfS-Offiziere, darunter Mitglieder des in den 90er Jahren gegründeten Insiderkomitees zur Förderung der kritischen Aneignung der Geschichte des MfS, überwiegend um legitime Maßnahmen zum Schutz der von außen und innen bedrohten DDR.

In seinem Vortrag spricht André Gursky über Dimensionen der konspirativen Justiz im SED-Staat und verdeutlicht die weltanschauliche Grundlegung der politischen Justiz im abgestimmten Handeln zwischen Geheimdienst auf der einen und von Partei-, Justiz- und Staatsfunktionären auf der anderen Seite.

André Gursky ( geb. 1959 in Lu. Eisleben) studierte Philosophie und Geschichte an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg (Diplom 1985 über Luthers Staatsauffassungen).

Nach anschließender Parteischule und einer Eingabe an das Zentralkomitee der SED erfolgte eine Arbeitstätigkeit im Eisenhüttenwerk Thale (zuletzt in der Erwachsenenbildung) und 1989 die Zulassung als befristeter Assistent an der halleschen Universität. Im Rahmen von Forschungsarbeiten zur Reformationsgeschichte wurde er Sachverständiger für die Staatsanwaltschaft Magdeburg (ZERV, Aufklärung zum Verbleib deutscher Kulturgüter im Kontext der Koko-Ermittlungen); 1992 gründete er einen Heimatverlag und war Mitherausgeber der jährlich erscheinenden Zeitschrift für Heimatforschung Sachsen-Anhalt (1992 bis 2008). Nach Eröffnung der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) war Gursky von 1996 bis 2016 deren Leiter und wirkte darüber hinaus als Sachverständiger für die Stasi-Landesbeauftragte in Sachsen-Anhalt. 2010 promovierte er an der halleschen Universität zur politischen Justiz in der DDR und war von 2010 bis 2014 Beiratsmitglied der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin (BStU). Seit 2016 ist er pädagogischer Mitarbeiter der Gedenkstätte ROTER OCHSE.




Kulturhaus Lüdenscheid

Preise

Die Veranstaltung ist kostenfrei.



Tickethotline: 02351/ 17 12 99

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